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Jüdische Spuren im ehemaligen Sudetenland (NEU - Herbst 2018)

Jüdische Spuren im ehemaligen Sudetenland
Jüdische Spuren im ehemaligen Sudetenland

Rund 120.000 Juden lebten in den 1920er Jahren in Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien, also im Gebiet der heutigen Tschechischen Republik. Die weitaus meisten waren deutschsprachig und etwa 25.000 von ihnen lebten im deutsch besiedelten Grenzland, das seit etwa dem Jahr 1900 immer öfter „Sudetenland“ genannt wurde.

Genau wie anderswo in der Habsburgermonarchie und in anderen Ländern Europas haben diese Menschen mit Intelligenz und Kreativität, Geschick und Fleiß enorm viel zu den kulturellen und wirtschaftlichen Erfolgen ihrer Heimat beigetragen. Seit der rechtlichen Gleichstellung des 19. Jahrhunderts waren sie ein allgemein respektierter und gleichberechtigter Teil der Bevölkerung Böhmens und Mährens, im deutsch-tschechischen Nationalitätenstreit des 19. Jahrhunderts standen sie mit großer Mehrheit auf der deutschen Seite. Der Zerfall Österreich-Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg brachte das erste Zerwürfnis zwischen Deutschen und Juden im Sudetenland, wobei viele Juden sich noch lange nach 1918 als Deutsche verstanden und auch als solche akzeptiert worden sind.

Erst der Aufstieg des Nationalsozialismus brachte den endgültigen Bruch und dann die Katastrophe für die jüdische Bevölkerung der böhmischen Länder. Fast zwei Drittel wurden im Holocaust ermordet. Die Überlebenden stießen 1945 auf eine Tschechoslowakei, deren Regierung sich verbal pro-jüdisch gab und 1948 den neugegründeten Staat Israel sogar militärisch unterstützte. Im eigenen Land sah es anders aus. Die tschechoslowakischen Behörden verschleppten die Rückgabe des vor 1945 „arisierten“ Eigentums und verweigerten sie ab 1948 ganz. Den Überlebenden wurde bedeutet, dass sie in ihrer Heimat keine Zukunft hätten, die meisten zogen die Konsequenz und emigrierten. Nur noch etwa 3.000 Juden wurden 1980 im Gebiet der heutigen Tschechischen Republik gezählt, ihr materielles und immaterielles Erbe war in der sozialistischen Tschechoslowakei dem Verfall und dem Vergessen preisgegeben.

Dieses Buch geht den jüdischen Spuren im ehemaligen Sudetenland nach, den Friedhöfen und Synagogen, einstigen Privathäusern, aber auch den nichtmateriellen Hinterlassenschaften. Die acht tschechischen, deutschen und jüdischen Autoren beschreiben für ausgewählte Städte und Bezirke, was nach der Barbarei der Nazizeit und der anschließenden jahrzehntelangen Vernachlässigung übrig geblieben ist von einer Gemeinschaft, die zu den Erfolgen ihrer Heimat einen Beitrag geleistet hat, der ihre zahlenmäßige Größe bei weitem überstieg. Das Beispiel einzelner Persönlichkeiten und Familien macht eine dramatische Geschichte anschaulich und greifbar.

Wilfried Heller (Hrsg.): „Jüdische Spuren im ehemaligen Sudetenland“

Mit Beiträgen von Stanislav Děd, Eva Doležalová, Wolf-Dieter Hamperl, Wilfried Heller, Tomáš Kraus, Werner Pöllmann, Sebastian Schott und Blanka Soukupová.

Taschenbuch im Format A 5 (21 x 14,7 cm), 157 Seiten, mit 43 Abbildungen, davon sieben Landkarten und Stadtpläne, ISBN 978-3-945127-254.

Wiederverkäufer beliefern wir wie immer mit 35% Rabatt, Rezensionsexemplare kostenlos.

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für 13,90 €

Das vergessene Drama: Verschwundene Orte

Verschwundene Orte

Jetzt in stark erweiterter 2. Auflage mit Beträgen über Schlesien und das nördliche Ostpreußen (Königsberger Gebiet).

Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg hatte ein dramatische, kaum bekannte Folge: Weit über 3200 Ortschaften sind komplett von der Landkarte verschwunden. Bis heute kennt niemand die genaue Zahl, denn noch kein Wissenschaftler hat eine vollständige Liste dieser Wüstungen erstellt. Wirtschaftliche und soziale Verwerfungen und ein tiefgreifender Wandel der Kulturlandschaften sind die Folgen des massenhaften Untergangs ehemals deutscher Dörfer.

Besonders betroffen ist das Sudetenland, wo nach tschechischen Quellen über 2400 ländliche Siedlungen nicht mehr existieren. Eine internationale Fachtagung unter Leitung von Prof. Dr. Wilfried Heller hat es im November 2016 unternommen, diesen „weißen Fleck“ am Beispiel des Sudetenlandes und Masurens (südliches Ostpreußen) zu untersuchen. Gefördert wurde diese deutsch-polnisch-tschechische Tagung „Egerer Gespräche“ vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Die Broschüre „Verschwundene Orte – Zwangsaussiedlungen, Neuansiedlungen und verschwundene Orte in ehemals deutschen Siedlungsgebieten Ostmitteleuropas“ dokumentiert die schriftlich vorliegenden Referate.

Der Einband des Buches zeigt die Sprengung der Kirche des Ortes Kapellen im Böhmerwald am 4. Juli 1959. Ein einzigartiges Bilddokument aus Beständen des früheren tschechoslowakischen Sicherheitsdienstes.

Wilfried Heller (Hrsg.): „Verschwundene Orte – Zwangsaussiedlungen, Neuansiedlungen und verschwundene Orte in ehemals deutschen Siedlungsgebieten Ostmitteleuropas“

Mit Beiträgen von David Kovařík, Sandra Kreisslová, Wolf-Dieter Hamperl, Franz Worschech, Krystian Heffner/Agniezka Latochka, Dawid Smolorz, Ulrich Mai und Yuri Kostyashov. Taschenbuch im Format A 5 (21 x 14,7 cm), 168 Seiten, mit 64 Abbildungen davon sechs Karten, ISBN 978-3-945127-230.

Wiederverkäufer beliefern wir wie immer mit 35% Rabatt, Rezensionsexemplare kostenlos.

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Konrad Löw: Adenauer hatte recht (erweiterte 2. Auflage)

Koch mal Kirgisisch

Schneller als erwartet war die erste Auflage dieses Buches vergriffen, in der der Politikwissenschaftler Konrad Löw mit vielen Belegen aufzeigt, wie und warum das Bild der ganz normalen Deutschen in der NS-Zeit im historischen Rückblick immer negativer wird.

Die um ein Viertel erweiterte zweite Auflage bringt neue, bedrückende Beispiele für eine völlig aus dem Ruder gelaufene „Geschichtspolitk“, bei der belegbare Fakten immer weniger gelten. Das Buch wurde am 16. Juni mit Prof. Alfred Grosser im Münchner PresseClub präsentiert, zu den Anwesenden gehörte Münchens Altbürgermeister Hans-Jochen Vogel, ein noch lebender Zeitzeuge, der sich engagiert an der Diskussion beteiligte.

Neue Inhalte der 2. Auflage sind vor allem:

  • Einige bisher verschwiegene Fakten über die Rettung der späteren Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, in den Jahren 1942 bis 1945.
  • Haarsträubende Tatsachen über Joschka Fischers Umgang als Bundesaußenminister mit ehemaligen und verstorbenen Diplomaten des Auswärtigen Amtes - insbesondere sein Rufmord am angeblichen „schrecklichen Juristen“ Dr. Franz Nüßlein. Fischer wies ihm ohne Beleg eine Mitverantwortung an bis zu 900 Hinrichtungen im besetzten Prag zu, tatsächlich ist Nüßlein in der NS-Zeit nicht nur unbelastet geblieben, sondern hat mehrere zum Tode Verurteilte gerettet. Das Buch benennt einen anderen, tatsächlich verantwortlichen NS-Juristen für einen Teil dieser Urteile, der aber nie belangt wurde und in Deutschland nach 1945 unbehelligt als Staatsanwalt weiter arbeiten konnte.
  • Ein Kapitel über die Frage, ob die hohen deutschen Zahlungen an die EU und insbesondere an Griechenland womöglich auch verdeckte Reparationszahlungen für den zweiten Weltkrieg sind. Dies hat der Hamburger Rechtswissenschaftler Prof. Frank Schorkopf unlängst so behauptet.
  • Neu ist vor allem das Kapitel „Hitlers langer Schatten – Deutschland im Zuwanderungsrausch“. Hier belegt Konrad Löw eindrucksvoll, wie der verfehlte Versuch, durch beispiellose Großzügigkeit gegenüber Flüchtlingen und Migranten zusätzliche Wiedergutmachung für NS-Verbrechen zu leisten, in sein Gegenteil umgeschlagen ist: Deutschland bevormundet Europa, bricht geltendes Recht und stärkt nationalistische Kräfte in ganz Europa. Zu allem Übel sind durch den „deutschen Sonderweg“ der radikalen Grenzöffnung, der wohl als das Gegenteil von NS-Politik gedacht war, zigtausende Menschen mit zutiefst undemokratischen und rechtsradikalen Überzeugungen, ja sogar harte Antisemiten nach Deutschland gekommen. Die lesenswerte Analyse einer neuen, deutschen Verirrung!

Konrad Löw: Adenauer hatte recht – Warum verfinstert sich das Bild der unter Hitler lebenden Deutschen?

Mit einem Nachwort von Alfred de Zayas.

Taschenbuch im Format 21 x 14,7 cm, 253 Seiten mit 2 Abbildungen. Erweiterte zweite Auflage 2016, ISBN 978-3-945127-10-0.

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