Oberschlesien emanzipiert sich – mit oder ohne die Deutschen

Robert Starosta

Robert Starosta, geboren am 17. März 1972, ist Diplom-Kaufmann und Gründungsvorsitzender der gemeinnützigen Initiative für die kulturelle Autonomie Schlesiens e.V. (IkAS) mit Sitz in Würzburg. Starostas Familie verließ im Sommer 1978 ihren Heimatort Chrosczütz (poln. Chróścice) im Oppelner Schlesien. Ein Jahrzehnt lang hat Starosta in Berlin gelebt, in dieser Zeit begann eine längere Suche nach den eigenen Wurzeln und der eigenen Identität, mit dem Ergebnis, weder Deutscher noch Pole zu sein. Starosta erfuhr aus der Fernsehsendung Kowalski trifft Schmidt über die heutige Autonomiebewegung in Oberschlesien. Fasziniert von der Idee eines rechtlichen Sonderstatus für Oberschlesien begann er sich für seine Heimat zu engagieren. Als autonome Region könnte Oberschlesien prosperieren und in Zukunft mit Katalonien, Schottland, Südtirol oder Bayern konkurrieren. Heute arbeitet Starosta freiberuflich als Immobilienmakler und Unternehmensberater.      

Lukas Moj

Lukas Moj wurde 1979 in Deutsch Piekar (poln. Piekary Śląskie) am Ostrand des oberschlesischen Industriereviers geboren. 1988 ist seine Familie in die Bundesrepublik ausgesiedelt. Von 2001 bis 2006 studierte er an der Universität Bayreuth Neueste/Neuere sowie Mittelalterliche Geschichte und Soziologie, außerdem 2004/05 an der Warwick University (Coventry) Russische und Chinesische Geschichte. Seine Abschlussarbeit beschäftigt sich mit den konfessionellen Spannungen in Schlesien vor dem Hintergrund des Krieges von 1866. Nach mehrjähriger Arbeit in die Werbebrache ist er heute für den Freistaat Bayern tätig, nebenbei betreibt er einen historischen Recherchedienst. Seinen heimatlichen Wurzeln ist der Historiker bis heute treu geblieben und verfolgt weiterhin das politische und gesellschaftliche Geschehen in Oberschlesien.